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La belle vie en france

Nach einer sehr heftigen Fährüberfahrt (wir waren alle seekrank) sind wir wieder auf dem Festland angekommen. Wir haben sozusagen am eigenen Leib die Enge des Ärmelkanals erlebt und wie die Wasser- und Luftmassen hier aus dem Atlantik reingedrückt werden.

Im Zusammenhang mit Stonehenge hatten wir erfahren, dass vor 10.000 Jahren hier noch Land war und Menschen und Tiere über diese Landbrücke wanderten. 

Da es mit dem Wohnwagen nur langsam vorwärts geht, können wir gut beobachten, wie sich die Landschaft und auch das Klima verändert. Die Tage je weiter wir nach Süden kommen, noch länger hell sind!

 

Unsere ersten Tage in Frankreich haben wir in Le Havre verbracht. Dort steht eine sehr moderne Kirche, Saint Joseph, mit einem  Turm, der aussieht wie ein Leuchtturm. Direkt nach dem 2. Weltkrieg erbaut steht er als Mahnmal und als Hoffnungsträger für den Frieden.

Wir hatten hier eine sehr rührende Begegnung mit einer Frau, die uns ganz stolz ihren Innenhof mit wunderschönen Skulpturen zeigte.

 

Danach sind wir nach Paris.

 

„Da nur Mama und ich Französisch können, gab es einige Situationen, beim Bäcker oder auf dem Campingplatz, in denen ich Französisch sprechen musste…und es ging besser als ich dachte! Ich werde immer sicherer beim Sprechen, weil ich auch die Sprache überall höre und lese. In der Metro zum Beispiel kann man gar nicht anders als zuhören…“ (Anna)

Im Französischunterricht habe ich viele Sehenswürdigkeiten von Paris kennengelernt und besprochen und nun haben wir alle besucht:

  • Den Triumphbogen, an dem wir den „verrückten“ Pariser Verkehr beobachten konnten…alle fahren irgendwie?!?
  • Schlendern auf der Champs Elysee und etwas irritiert sein von den vielen bewaffneten Polizisten mit Körperschutz..
  • Den Place de la Concorde mit dem Obelisken überqueren
  • im Jardin des Tuileries Crêpes essen,
  • den Louvre besuchen.

„Im Louvre fand ich toll, dass wir die „Mona Lisa“ von Leonardo DaVinci gesehen haben und ich habe die Jahreszeitengesichter von Archimboldo wiedererkannt. So viele Bilder in echt und groß zu sehen ist echt spannend“ (Carla)

  • Auf den Eiffelturm steigen

„Ich wollte schon immer mal auf den Eiffelturm und es war cool, dass wir ganz oben waren......zu Fuss!  Zuerst sind wir die Treppen bis zum 2 Stockwerk hoch gestiegen, so konnten wir uns langsam an die Höhe gewöhnen und der Blick auf Paris hat sich immer wieder verändert. Dann sind wir noch mit dem Aufzug ganz nach oben gefahren!“ (Carla)

 

Wusstet Ihr, dass der Berliner Fernsehturm höher ist, als der Eiffelturm? Genau um 74 Meter.

  • In der Sacre Coeur auf dem Mont Martre einen Gottesdienst besuchen. Sechs Ordensschwestern haben mit ihrem wunderschönen Gesang die ganze Kirche gefüllt und die Gemeinde beim Singen geführt.
  • Durch das Schloß Versailles mit dem berühmten Spiegelsaal geschoben werden.

„Unser Campingplatz war gar nicht weit weg und schon beim Hinlaufen haben wir uns überlegt, ob die Prachtstraße zum Schloss in Mannheim wohl auch mal so ausgesehen hat? Der Ehrenhof ist auf jeden Fall  sehr ähnlich!“ (Carla)

 

Wusstest ihr, dass das Mannheimer Schloss ein Fenster mehr hat als Versailles.

 

Hier fand nun ein Rückblick auf den Geschichtsunterricht des letzten Jahres statt: 

  • Louis XIV 

Wusstet ihr, dass er Sonnenkönig genannt wurde, weil er die griechischen Götter und besonders Apollo sehr verehrt hat?

  • Die Französische Revolution. Sie wird hier sehr nachvollziehbar, wenn man diese Prachtbauten sieht, die zu einer Zeit gebaut wurden, in der es den Menschen richtig schlecht ging. Durch die Französische Revolution hat sich einiges verändert und dennoch gilt Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit auch heute noch nicht für alle. Die Demonstrationen der „Gelbwesten“ sind hier in Paris ein großes Thema! Gespräche über politische Systeme füllten unsere weiten Fußstrecken…geschichtliche und politische Bildung vermischt sich. 

An den verschiedenen Kirchen, Burgen und Schlössern, die wir die letzten Wochen besuchten, konnten wir gut die Unterschiede romanischer, gotischer und barocker Bauweise erkennen und das Wissen in Kunstgeschichte erweitern.

 

Hier noch ein Tipp: Der Waldcampingplatz „Huttopia“ ist sehr zu empfehlen für einen Parisaufenthalt: er hat auch schöne Hütten mit Holzöfen, ist sehr ökologisch angelegt und bietet einen erholsamen Ausgleich zur Großstadt!

„Beim Bäcker um die Ecke, gab es so leckere Sachen…besonders der kleine Flammkuchen und die Macarons haben herrlich geschmeckt!“ (Carla)

 

 

Weiter ging es nach Chartres.

 

Dort haben wir die Kathedrale besucht und sind in ihr das berühmte Labyrinth gelaufen. Mit uns noch viele andere Menschen und es war völlig egal, welcher Religion sie zugehörig sind. Jeder kam aus verschiedenen Gründen: um Ruhe im Gehen zu finden und zur eigenen Mitte zu kommen, um den Geist des Ortes zu erfahren, um da zu sein,… .

 

Der gotische Bau erinnerte uns sehr an das, was wir in Großbritannien gesehen hatten.

Und so fragten wir uns erneut, warum sich Menschen wegen Ihrer Religion bekämpften und immer noch  bekämpfen. Ist es wirklich der Glaube oder geht es um Macht und das Recht haben wollen Einzelner? (Ein tolles Hörbuch dazu ist „Das Herz der Religionen“ von Dalai Lama“)

Abends sind wir dann nochmal in die Stadt rein, um uns „Chartres en lumière“ anzusehen, bei der auf den bekannten Gebäuden der Stadt Lichtshows gezeigt wurden, die sehr beeindruckend waren.

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Tobias Hanel (Montag, 14 Oktober 2019 18:42)

    Kathedrale von Chartres: Unfassbar schön, oder? Damals konnte die Kirche halt noch genügend Mittel aufbringen, um solche Wahnsinnsbauten zu errichten :)

  • #2

    Tanja Macheel (Samstag, 26 Oktober 2019 23:54)

    Hei ihr Lieben,
    Huttopia. Witzig, da haben wir vor kurzem auch campiert und auch Versailles besichtigt. Schade,dass wir nicht zur gleichen Zeit dort waren. Viel Spaß weiterhin und bis bald �